Therapie- möglichkeiten
Aus dem Interview mit Prof. Dr. Werner Mendling von Januar 2026
In meinem Interview mit Prof. Dr. Werner Mendling hat er mir verschiedene Therapiemöglichkeiten erläutert:
In den letzten 30 bis 40 Jahren wurden unzählige therapeutische Ansätze ausprobiert, weil man schlichtweg noch nicht alles über Vulvodynie wusste. Nur sehr wenige davon haben eine evidenzbasierte Grundlage, die meisten beruhen auf Expertenmeinungen, die sich im Laufe der Zeit verdichtet haben.
EXTREME VORGEHENSWEISEN
Man hat dabei auch sehr extreme Dinge versucht. Zum Beispiel wurde der Extrakt von Chilischoten, Capsaicin, auf die Vulva aufgetragen. Das brennt wie Feuer. Die Idee war, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Die Frauen mussten die Behandlung über längere Zeit ertragen und haben sowohl Kühlpacks als auch lokale Anästhetika bekommen, um es überhaupt auszuhalten. Nach etwa einem halben Jahr zeigte sich bei manchen eine messbare Verbesserung. Trotzdem ist diese Methode äußerst fragwürdig und wurde deshalb nicht weiter etabliert. Ich selbst habe so etwas keiner Frau zugemutet.
AKUPUNKTUR
Dazu gibt es bisher keine fundierten Daten, doch in England macht eine Frau Prof. Schlaeger vielversprechende Therapieversuche. Erste Ergebnisse, die vor etwa zwei Jahren veröffentlicht wurden, lassen hoffen, dass Akupunktur möglicherweise helfen könnte.
NEURALTHERAPIE
Die Neuraltherapie ist eine alte, aber nicht wissenschaftlich etablierte Methode, die daher auch nicht von Krankenkassen übernommen wird. Die Therapie wird in einer Düsseldorfer Praxis seit 100 Jahren angewendet. Heute wird sie noch von den Nachkommen des ursprünglichen Therapeuten durchgeführt.
In der Therapieform wird ein altes Lokalanästhetikum benutzt, das heutzutage nicht mehr verwendet wird, da man ihm spezielle Eigenschaften zuschreibt. Dieses Mittel wird direkt in das Gewebe, wo der Schmerz lokalisiert ist, gespritzt. Frauen haben oft Angst vor solchen Injektionen, aber in der Regel läuft alles problemlos.
Obwohl dieser Ansatz keine eindeutigen und dauerhaften Ergebnisse gezeigt hat, gibt es dennoch Erfahrungsberichte von Erfolgen.
Dr. Weinschenk, ein Gynäkologe aus Karlsruhe, erzielte einen wissenschaftlichen Fortschritt mit einer Arbeit an der Universität Heidelberg. In seiner Untersuchung von 50 Fällen von Vulvodynie zeigte er, dass in einigen Fällen Heilung möglich war. Besonders bemerkenswert war, dass Frauen, die zuvor mehrere Behandlungsmethoden erfolglos ausprobiert hatten, mit dieser Therapie Erfolge erzielten. Dennoch war die Behandlung nicht bei allen Betroffenen wirksam, und die Gründe für den unterschiedlichen Erfolg bleiben unklar.
IMMUNCREME
Eine Zeit lang wurde eine Immuncreme verwendet, die ursprünglich für andere medizinische Zwecke entwickelt wurde, zum Beispiel für kosmetische Anwendungen im Gesicht. Diese Creme wurde auf den betroffenen Bereich aufgetragen, wo sie eine hemmende Wirkung hatte. Vor etwa zehn Jahren führte Professor Donders aus Belgien eine randomisierte, Placebo kontrollierte Studie zu dieser Methode durch, um ihre Wirksamkeit zu untersuchen.
Die Studie von Professor Donders zeigte, dass die spezielle Creme statistisch signifikante Erfolge erzielte, während das Placebo keine Wirkung hatte. Bei genauerer Betrachtung waren die Ergebnisse jedoch ernüchternd: Von jeweils 13 Frauen pro Gruppe zeigten nur 4, die die Creme verwendeten, eine Verbesserung – also weniger als ein Drittel.
Die Creme wurde durch Medienberichte in den USA stark propagiert, wodurch viele betroffene Frauen auf sie aufmerksam wurden, und sie ausprobieren wollten. In Deutschland war die Creme jedoch nicht erhältlich, und der Import wurde durch regulatorische Hürden wie den Zoll erschwert. Die Creme ist inzwischen vom Markt genommen worden, und es wird keine weitere Forschung mehr dazu betrieben.
LASERTHERAPIE
Die Lasertherapie wird zunehmend für verschiedene medizinische Zwecke beworben. Eine Studie von Morina aus Rom, die Laserbehandlungen an Vulvodynie-Patientinnen durchgeführt hat, ist jedoch schwer verallgemeinerbar, da auch Frauen mit anderen Beschwerden einbezogen wurden. Eine placebokontrollierte Studie von Frau Levsagi aus Jerusalem zeigte, dass es keinen signifikanten Unterschied zwischen der echten Lasertherapie und dem Placebo gab.
Angesichts der hohen Kosten von bis zu 1.500€ und der Tatsache, dass nur etwa die Hälfte der Patientinnen von der Behandlung profitiert, bin ich sehr skeptisch und würde diese Methode nicht empfehlen.
STATIONÄRE BEHANDLUNG
In einer stationären Therapie könnte die Patientin etwa vier Wochen intensiv betreut werden. Dabei arbeiten verschiedene Experten, wie Physiotherapeuten und andere Fachkräfte, zusammen an einer umfassenden multimodalen Behandlung, um den Zustand der Patientin ganzheitlich zu verbessern.
Die meisten Frauen, die eine stationäre Behandlung durchlaufen, sind zunächst zufrieden. Allerdings hält die Wirkung oft nicht lange an, da das Leben weitergeht und die Probleme sich wieder manifestieren können.
MULTIMODALE THERAPIE
Momentan scheint sich die multimodale Therapie als vielversprechend herauszukristallisieren – eine Kombination verschiedener Ansätze, die individuell auf die Patientin abgestimmt wird. Allerdings ist auch hier nicht wissenschaftlich erwiesen, dass eine multimodale Therapie tatsächlich effektiver ist als die Anwendung einzelner Therapien. Multimodale Therapie bedeutet, mindestens drei Ansätze gleichzeitig zu kombinieren. Dazu gehört die Physiotherapie. Es gibt zunehmend Daten, die zeigen, dass Frauen mit Vulvodynie oft eine erhöhte Spannung in der Beckenbodenmuskulatur aufweisen, die durch innere Anspannung hervorgerufen wird. Diese innere Anspannung betrifft nicht nur die Vulva, sondern kann den gesamten Körper der Frau beeinflussen. Etwa 60% meiner Patientinnen tragen deshalb eine Beißschiene.
Ein wichtiger Aspekt der Behandlung ist auch guter Schlaf. Ein weiterer Bestandteil der Therapie ist die kognitive Verhaltenstherapie. Ich erkläre den Frauen immer, dass dies kein Zwang ist, sondern eine Möglichkeit, die Vergangenheit aufzuarbeiten und zu bewältigen. Die kognitive Verhaltenstherapie ist mittlerweile 40 Jahre alt und zielt darauf ab, mit gegenwärtigen Problemen besser umzugehen.
Ich sage dann oft: „Lernen Sie, liebe Frau, eine Teflonpfanne zu werden.“
Allerdings zeigt die moderne Hirnforschung, dass es eigentlich besser wäre, nicht nur das Verhalten zu ändern, sondern auch die Ursachen zu erkennen und aktiv an deren Bewältigung zu arbeiten.
MEDIKAMENTÖSE THERAPIE
Diese Schmerztherapie wird oft von Schmerztherapeuten oder Anästhesisten durchgeführt und umfasst oral eingenommene Tabletten, die zu den Psychopharmaka gehören. Man unterscheidet dabei zwei Hauptgruppen:
Die erste Gruppe besteht aus Medikamenten, die die Muskulatur entspannen und Schmerzen lindern, wie Pregabalin oder Gabapentin. Diese müssen gut eingestellt werden, und wenn sie isoliert auf ihre Wirksamkeit gegen Placebo getestet werden, zeigen sie bei Vulvodynie keinen signifikanten Erfolg. Daher bin ich etwas skeptisch.
Die zweite Gruppe umfasst Antidepressiva. Wenn man einer Frau solche Medikamente verschreibt, sollte man darauf achten, dass sie nicht das Gefühl hat, mit Antidepressiva behandelt zu werden, da die Wirkung eigentlich eine andere ist – sie ist ein Nebeneffekt dieser Medikamente. Ein Beispiel hierfür ist Escitalopram, das auch angstlösend wirkt, entspannend wirkt und zusätzlich Schmerzen lindert.
Wichtig ist, wie man die Medikamente kommuniziert. Es sollte klargemacht werden, dass die Behandlung nicht darauf abzielt, die Frau in eine „psychische Ecke“ zu stellen oder ihr das Gefühl zu geben, sie habe „eine Macke“. Solche Befürchtungen sind verständlich.
LOKALTHERAPIE
Normalerweise versuche ich aber immer erst, lokal anzufangen. Dabei setze ich auf eine Creme, die ich bereits seit 2018 verschreibe. Ich bin auf diese Creme durch meine Recherchen in den USA gestoßen, wo bis 2005 nur 37 Fälle beschrieben wurden. Der Autor, Professor, aus Philadelphia, ist ein anerkannter Experte.
Er testete die Creme und zeigte, dass 70% der Frauen davon profitieren. Daraufhin habe ich sie ebenfalls verschrieben, und sie war durch das Buch von Frau Dr. Ehmer bekannt. Ich habe die Creme inzwischen leicht variiert, aber es besteht kein Zwang, diese Variante zu verwenden – auch die ursprüngliche ist wirksam.
Interessanterweise haben holländische Schmerzforscher 2018 die ursprüngliche Creme mit einer neuen Variante verglichen, bei der Amitriptylin durch Phenytoin ersetzt wurde. Die neue Creme basiert auf einem Antikonvulsivum, das sowohl muskelentspannend als auch schmerzlindernd wirkt. Beide Varianten sind in ihrer Wirksamkeit gleichwertig. Die Frauen tragen die Creme zweimal täglich auf, was ein Bestandteil ihres Behandlungsplans ist.
Dabei hat die Creme auch eine psychologische Komponente: Viele Frauen fühlen sich hilflos, wenn sie lediglich aufgefordert werden, zum Psychologen zu gehen, ihren Schlaf zu verbessern oder ihr Leben umzustellen – Dinge, die oft schwer umsetzbar sind. Die Creme gibt ihnen jedoch etwas Greifbares in die Hand, etwas, das sie aktiv tun können. Es vermittelt ein Gefühl der Kontrolle und Selbstwirksamkeit.
Ich habe über 200 Frauen schriftlich befragt, die die Creme verwendet haben. Rund 70% gaben an, dass sie ihnen geholfen habe und sie die Creme weiterhin verwenden würden.
Wenn die Creme nicht wirkt, folgt als nächster Schritt eine orale Therapie. Sollte auch diese nicht ausreichen, bleibt die Möglichkeit einer stationären Behandlung.
OPERATIV: VESTIBULEKTOMIE
Wenn alle anderen Maßnahmen erfolglos bleiben, bleibt als letzter Schritt die operative Therapie, die sogenannte Vestibulektomie.
Dieser Eingriff wird von vielen Frauen mit großer Angst betrachtet, da die Vorstellung, einen Teil ihres Körpers operativ entfernen zu lassen, oft das Gefühl einer Verstümmelung hervorruft. Zudem zeigt die Datenlage, dass diese Operation keine Garantie für eine vollständige Besserung bietet und in ihrer Wirksamkeit der konservativen Therapie nicht deutlich überlegen ist. Sie sollte daher nur als letzte Option in Betracht gezogen werden.
ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN
Die schwedische Expertin Frau Prof. Bohm-Starke hat gemeinsam mit der wissenschaftlichen Community ein Konzept für eine umfassende Studie entwickelt. Sie sammelte Ideen und entwarf darauf basierend eine fundierte Untersuchung, die auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht. Die Studie soll belastbare Ergebnisse liefern, befindet sich jedoch noch in der Vorbereitungsphase. Die Ergebnisse werden voraussichtlich in etwa zwei Jahren vorliegen.
Objekte, die Betroffenen geholfen haben:
Zum Aufbau der Vulva Flora
Pflegecreme des Intimbereichs
Öl zur Pflege der Vulva
Dialtorenset
Zur Massage des Beckenbodens
Massage des Beckenbodens
Tampon mit Aplikator als Einfürhilfe
Soft Tampons
Unterhose, ohne Naht am Anfang der Vulva
Kartenspiel zum kennenlernen der eigenen Vorlieben
Sexöl mit Canabis
Buch über den Beckenboden
GLOSSAR
Adenomyosis
Adenomyose ist eine Form der Endometriose, bei der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) in der Gebärmutterwandmuskulatur auftritt.
Burning-Vulva-Syndrom
Ist ein veralteter Begriff für Vulvodynie.
Candida-Pilz
Ist ein Hefepilz, der vorwiegend in feuchten Hautregionen, wie der Vagina oder der Mundhöhle vorkommt. Er kann bei Abwehrschwächen zu Rötungen mit Juckreiz und Ekzemen führen.
Cortisol
Cortisol ist ein Glukokortikoidhormon, dass in der Nebennierenrinde produziert wird und als „Stresshormon“ bekannt ist. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Reaktion des Körpers auf Stress, indem es Energie bereitstellt und den Blutzuckerspiegel erhöht. Cortisol reguliert zudem den Blutdruck, das Immunsystem und wirkt entzündungshemmend.
CO2 Lasertherapie
Strahlen aus gebündeltem, sehr energiereichem Licht verursachen, kleine Verletzungspunkte, sodass das unverletzte Gewebe angeregt wird, neue Zellen zu produzieren. Mit stärkerem Laserlicht kann ähnlich zu einem Skalpell geschnitten werden.
Endometriose
Endometriose ist eine chronische Erkrankung. Ein Gewebe, welches der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, wächst außerhalb der Gebärmutter. Das Gewebe kann überall im Bauchraum wachsen und ggf. zu einer eingeschränkten Fruchtbarkeit führen.
Ischämie
Eine Ischämie ist eine stark verminderte oder fehlende Durchblutung von Gewebe.
Leaky-Gut-Syndrom
Dieses Syndrom beschreibt eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmwand, bei der Partikel direkt in die Blutbahn gelangen können, was im Körper wiederholt Entzündungen auslöst.
Lichen sclerosus
Lichen ist eine chronisch entzündliche Hautkrankheit, die bei Frauen (mit einer 1-3% Wahrscheinlichkeit im Leben) meist an der Vulva auftritt. „Lichen“ heißt lateinisch Flechte und beschreibt die weißlichen Flecken, die sich zu Beginn der Krankheit bilden können.
Medical Gaslighting
Wenn medizinische Fachkräfte die Symptome einer Patientin nicht ernst nehmen und sie glauben machen, dass ihre Beschwerden nicht real sind.
Milchsäurebakterien
Bakterien, die natürliche verweise unter dem Einfluss der Eierstockhormone in der Vagina durch Bildung eines sauren pH-Wertes um 4, einen Schutz gegen Infektionen bewirken und bei Störungen zur Stabilisierung der Vaginal Flora verwendet werden können.
Neuraltherapie
Die Neuraltherapie bedeutet die Behandlung von chronischen Schmerz-Erkrankungen mit bestimmten Lokalanästhetika.
Neuroplastizität
Die Fähigkeit des Gehirns, sich durch Erfahrungen zu verändern und neue neuronale Verbindungen zu bilden.
PCOS
Das polyzystische Ovarialsyndrom ist durch Überproduktion des männlichen Hormons und Störungen von Fett- & Zucker Verstoffwechselung auftretend Hormonstörung, durch die keine regelmäßigen Eisprünge stattfinden. Dadurch können unterschiedliche Symptome auftreten, wie Haarwuchs an Oberschenkeln, Bauch, Brust, Rücken, Kinn und Wangen, dunkle Hautverfärbungen und Unfruchtbarkeit.
Physio Pelvica Ausbildung®
Physio Pelvica ist eine spezielle Ausbildung für Physiotherapeuten im Bereich der Beckenmuskulatur.
Periphere Sensibilisierung
Es handelt sich um einen Überbegriff, der als chronischer Schmerz definiert werden kann, der zu einer veränderten nozizeptiven Funktion führt. Die Folge ist eine erhöhte Empfindlichkeit aufgrund der veränderten Funktion der schmerzbezogenen Sinnesbahnen im peripheren und zentralen Nervensystem (ZNS).
Pilzinfektion
Eine Pilzinfektion der Vulva/ und/ oder Vagina (Vulvovaginalcandidose, auch Scheidenpilz genannt) ist eine häufige Infektion des weiblichen äußeren Genitales, die durch Hefepilze, insbesondere Candida albicans, verursacht wird.
PMS
PMS ist die Abkürzung für prämenstruelles Syndrom. Sie beschreibt die Symptome, die Frauen während ihrer Periode erleben können, darunter Gereiztheit, Angstzustände, Stimmungsschwankungen, Depressionen oder geschwollene Brüste.
Progressive Muskelentspannung
Technik zur Muskelentspannung durch gezielte Anspannung und Entspannung.
Sektorale Heilpraktiker
Durch die Zusatzqualifikation zum sektoralen Heilpraktiker (Physiotherapie) wird die Krankheitsdiagnose vom Physiotherapeuten vorgenommen.
Somatisch / Experience
Somatisch bedeutet „den Körper betreffend“ oder „zum Körper gehörig“. Somatic Experiencing® ist ein Begriff für einen körperorientierten Ansatz zur Lösung von traumatischem Stress.
Sympathikus / Parasympathikus
Sympathikus und Parasympathikus sind Teil des vegetativen Nervensystems. Sie sind funktionell gesehen meist Gegenspieler: Während der Sympathikus den Organismus auf eine Aktivitätssteigerung („fight or flight“) einstellt, überwiegt der Parasympathikus in Ruhe- und Regenerationsphasen („rest and digest“).
Symphyse
Eine Symphyse ist die Verbindung zweier Knochen durch Faserknorpel. Die Schambeinfuge ist eine davon und neben den beiden Kreuz-Darmbein-Gelenken (Iliosakralgelenken) eine der drei Beckenringverbindungen.
Tantra
Bei einer Tantramassage wechseln sich unterschiedliche Berührungsqualitäten ab. Mal fühlt es sich an wie Seide oder Federn auf der Haut, gefolgt von wohltuenden Massagegriffen, Phasen des Haltens und energetischen Ausstreichungen mit warmem Öl.
Toblerone Recovery
Es geht hier darum, dass ein Heilungsprozess so gut wie nie geradlinig bergauf geht, sondern es immer Hochs und Tiefs gibt.
Vaginismus
Mit Vaginismus bezeichnet man ein Verkrampfen des Beckenbodens und des Vaginaleingangs, aus psychischen, oft traumatischen Gründen. Vaginismus macht so das Einführen von Tampons, einem Finger oder dem Penis schmerzhaft unmöglich.
Vagusnerv
Der Vagusnerv ist verantwortlich für die Steuerung vieler Aspekte des menschlichen Verhaltens: Dieser Hirnnerv verbindet einige wichtige Organsysteme mit dem Gehirn und unterstützt somit die Weiterleitung von körpereigenen Signalen.
Vestibulektomie
Eine Vestibulektomie (lat.: Vestibulum = Eingang, -ektomie = Entfernung) ist eine chirurgische Maßnahme, bei der das Vestibulum (die Scheideneingangsregion) ganz oder teilweise entfernt wird.
Vestibulum
Das Vestibulum liegt im feuchten Bereich, vor der Hymensaum der Vagina. Lokale Schmerzen in diesem Bereich werden als Vestibulodynie bezeichnet.
Vestibulodynie
Eine lokalisierte Unterform sind Schmerzen nur an der Klitorisspitze (Klitoridynie) oder, als häufigste Form der Vulvodynie, im feuchten Bereich vor dem Scheideneingang (Vestibulum) die Vestibulodynie.
Vulvodynie
Die Diagnose „Vulvodynie“ wird gestellt, wenn Schmerzen an der Vulva länger als drei Monate ohne erkennbare Ursache bestehen. Der Begriff beschreibt damit chronische Schmerzen an der Vulva, die sich durch Brennen, Stechen, Juckreiz und Trockenheitsgefühl bemerkbar machen.